Botswana liegt östlich von Namibia. Da
unser Ausgangspunkt immer Namibia war sind wir von dort über den Transkalahari-Highway
nach Botswana gefahren. Die erste Tour führte uns in den Chobe Nationalpark. Mit dem
Okavangodelta bieten sich hier optimale Bedingungen für die afrikanische Tierwelt.
Auf dem Weg zur Sonnenfinsternis in 2001 mußten wir um nach Zambia zu kommen, ebenfalls
durch Botswana fahren.
Die Aktion stellte sich zwar als sehr streßig heraus, aber im Rückblick hatten wir doch
auch sehr viel Spaß. |
Windhoek - Maun
Gesamtstrecke 815 km, durchgehend sehr gute Asphaltstraße. Man verläßt Windhoek
ostwärts auf der B6, vorbei am Internationalen Flughafen, nach 103 km eine Abzweigung
nach Norden nach Omitara (S22°22,7 E017°57,0), nach weiteren 113 km der einzige
größere Ort Gobabis (S22°27,0 E018°58,7). Tankstelle, Bank und Einkaufsmöglichkeiten.
Weitere 100km bis zum Grenzposten Buitepos/Mamuno (S22°16,8 E020°00,4), auch hier
Tankmöglichkeit auf der namibianischen Seite, kleines Campsite. Weitere 102 km bis
Tshootsha (Kalkfontein), einen kleinen Dorf südlich der Asphaltstraße, kommunale
Tankstelle auf einem Hof. Von dort nochmals 103 km bis zur Kreuzung (S22°03,7
E021°32,0), an der es links, also nordöstlich Richtung Maun geht. Weitere 30 km bis
Ghanzi (S21°41,6 E021°38,9). Ghanzi ist neben Gobabis der einzige größere Ort auf dem
gesamten Streckenabschnitt. Hier findet man Tankstellen, Reifenservice, Bank, lokale
Supermärkte und das berühmte Kalahari Arms Hotel mit Haupthaus, Restaurant,
Rundhütten, Pool und Minicampground an der Grundstücksmauer. Wer sich für die Strecke 2
Tage Zeit nehmen will, sollte hier übernachten. Alles nichts besonderes, aber gerade
deshalb schon wieder gut. Von Ghanzi nach Maun ist die Straße in den letzten Jahren
komplett erneuert worden, sie führt nördlich am Lake Ngami vorbei, die alte Straße
verlief südlich. Von Ghanzi aus sind es 275 km bis Maun, an DKar mit Tankstelle
(S21°31,6 E021°57,2) vorbei, an Kuke (S21°03,0 E022°24,4) vorbei, eine Abzweigung
ostwärts zum Dorf Bodibeng (S20°38,0 E022°32,1) geradeaus überfahren, bis zur Kreuzung
bei Sehitwa (S20°27,9 E022°42,5), an der es rechts über Toteng (S20°20,9 E022°58,1)
nach Maun (S20°00,8 E023°26,1) geht. Maun ist der Ausgangsort fürs Okavangodelta, mit
allem, was man braucht. Tankstellen, Banken, kleinen Malls, Hotels, Werkstätten,
Flugplatz, Verwaltungen. Zu empfehlen das Sedia Hotel mit Campground sowie das Audi Camp
(S19°56,03 E023°30,54), beide vom Kreisel am Rileys Hotel aus Richtung Flughafen
und Shorobe.
Maun Moremi Chobe Kasane
Gesamtstrecke
Maun Kasane 345 km ohne den Umweg über Moremi, ca. 475 mit Moremi, ohne
Gamedrives. Fast komplett Naturwege, streckenweise sandig, 4x4 erforderlich. Keine
Tankmöglichkeiten. Für Moremi und Chobe offiziell Reservierung nötig, sofern man
übernachten will. Falls man keine hat und es am Gate Probleme gibt, einfach Durchfahrt
(Transit) beantragen, wenn man dann drin ist einfach bleiben und campen, notfalls
Fahrzeug-, Orientierungs- oder Gesundheitsprobleme vortäuschen und dann am Ausgang
zahlen. Man verläßt Maun nordostwärts, via Shorobe (S19°46,4 E023°39,7) auf dem
Hauptweg zum östlichen Veterinary Check Point (S10°37,8 E023°47,4), 58 km nach Maun.
Kurz danach gabelt sich der Weg. Rechts geht es am Moremi Game Reserve vorbei direkt zum
Chobe NP (siehe unten #), links der lohnende Umweg durch das Moremi Game Reserve. Nach
links sind es weitere 34 km bis zum Moremi South Gate (Maqwee Gate, S19°25,3 E023°38,9).
Dort aus hat man wieder die Wahl, über eine relativ gute Sandpiste die 42 km direkt zum
Xakanaxa Camp (S19°10,9 E023°24,8) am Nordufer der Landzunge zu fahren, oder man hält
sich links und erreicht nach 50 km das Third Bridge Camp, von dort nochmal 15 km bis
Xakanaxa. Der Umweg lohnt sich, allerdings schlechte Wege und loser Sand (4x4). in Third
Bridge und Xakanaxa gibt es Wasser und Feuerstellen, das Waschhaus kann man besser
vergessen, aber es ist Afrika und Wildlife pur. Camps wie überall in Botswana nicht
eingezäumt, also Vorsicht vor Tieren bei Nacht. Mehrere Übernachtungen lohnen. Von
Xakanaxa aus fährt man die 41 km am Nordrand der Landzunge entlang bis zum North Gate
(S10°10,3 E023°45,1). Camp Site mit vielen nervigen Affen am Gate innerhalb des Parks.
Auf der anderen Seite des Gates afrikanische Holzbrücke über den Kwai River. Sieht nicht
besonders tragfähig aus, aber unser Unimog mit mindestens fünf Tonnen ist gut
drübergekommen. Auf der anderen Flußseite ein kleines Dorf. Auch dort ließ man uns
schon mal am Rande des Fußballplatzes campen, dadurch Kontakt mit den Locals. Ab hier
eine sehr, sehr schöne und wildreiche Strecke auf dem nördlichen Kwaiufer, die nicht im
National Park liegt, für die man also auch nicht zahlen muß. Eventuell hier wild campen. Vom Moremi North Gate
sind es 22 km bis zur Nordostecke des Parks, eine in der Karte eingezeichnete Kreuzung
(S10°07,8 E023°52,8), an der es rechts, also südwärts wieder nach Maun gehen soll,
geradeaus Richtung Mababe Village. Die Piste nach Süden haben wir nie gefunden, dafür
aber das links neben dem Weg in der Pampa stehende, halb verrostete Schild, das die Grenze
zum Chobe NP anzeigt. Nach weiteren 7km eine Verzweigung (S10°09,5 E023°55,3), geradeaus
nach Mababe, links Richtung Chobe bzw. Savuti. Von hier aus wären es nach Mababe
(Kudumane) Village (S19°10,8 E023°59,8) 10 km. Wir halten uns aber links. Nach 11 km in
nordöstlicher Richtung kommt von rechts der Hauptweg, kurz nach der Einmündung
(S19°07,0 E023°59,1) das neu erbaute Mababe Gate (Chobe South Gate, S19°06,2
E023°59,1). Die nächsten 66 km bis Savuti Camp Site sind sehr schön, können aber in
der Regenzeit (Feb.-Apr.) zur Schlammschlacht werden. Es gibt eine westliche (kürzere)
und eine östliche (für Tierbeobachtungen gute) Route. Man kommt am alten verlassenen
South Gate vorbei (S19°00,8 E023°59,5). Savuti (S18°34,1 E024°03,9) ist Ranger Camp
und Camp Site zugleich, mit Wasser, Feuerstellen und einem Waschhaus mit einem Wall gegen
Elefanten drumherum. Auch hier lohnen sich einige Tage für Game Drives in der Gegend.
Dann verläßt man Savuti wieder nordostwärts. Die nächsten ca. 80 km sind auch wieder
phasenweise sehr sandig. Nach 28 km erreicht man ein Gate (S18°23,3 E024°14,7). Weitere
42 km durch den Chobe Forest bis nach Kachikau (Kachekabwe, S18°09,2 E024°29,8), einem
kleinen Hüttendorf. Ab dort Schotterpiste, bis man nach 40 km die Teerstraße bei Ngoma
Bridge (S17°55,7 E024°43,6) erreicht. Dort geht es links, also westlich wieder nach
Namibia, rechts, also östlich auf der Teerstraße durch den nördlichen Chobe NP die ca.
60 km nach Kasane, oder aber man fährt gleich nach dem Gate wieder links in den Chobe NP,
dem Chobe River entlang. Die Strecke nur unwesentlich länger, aber als Gamedrive optimal.
Das alte Serondela Camp Site gibt es nicht mehr, dafür ein neues auf der Ihaha Landzunge.
Sehr schön, phantastische Sonnenuntergänge am Flußufer, sehr zu empfehlen. Kasane
selbst wächst immer mehr, es gibt Tankstellen, (Luxus)Hotels, eine Bank, kleine
Supermärkte. Dort sei als relativ günstig noch die Chobe Safari Lodge empfohlen. Ehemals
mit Camp Site am Fluß. das aber kürzlich neuen Bungalows geopfert worden sein soll.
Dennoch von hier aus sehr schöne Sundowner Bootsfahrten.
Wer
nicht durch das Moremi Game Reserve fahren will, der kann auch vom oben erwähnten
Veterinary Check Piont (#) die 55 km über Zankuyo Village (S19°25,9 E023°52,0) bis nach
Mababe Village fahren und von dort weiter die 11 km bis zur Einmündung am neuen Chobe
South Gate.
Maun
Nata Kasane
Gesamtstrecke
605 km, sehr gute Asphaltstraße. Wer keinen 4x4 hat oder die Strecke gemütlich und in
einem Tag hinter sich bringen will, der sollte über die langweilige, aber schnelle
Teerstraße außen herum fahren. Für 4x4-Fahrer bietet sich hier ein Abstecher zum Nxai
Pan NP. Von Maun aus nach 133 km eine Abzweigung (S20°13,7 E024°39,0) nach Norden. Über
einen schmalen sandigen Weg erreicht man nach 18 km eine Kreuzung (S20°04,2 E024°40,3),
an der es rechts ostwärts zu den Baines Baobabs geht, geradeaus nochmal 18 km zum Game
Scout Camp (S19°56,0 E024°45,7). Etwa 1,6 km östlich vom Parkeingang gibt es ein
einfaches Campsite (S19°56,2 E024°46,6). Der Park wird auch als kleine Serengeti
bezeichnet, stellenweise steppenhafter Charakter. Besonders empfehlenswert in der
Regenzeit. Wer von Maun direkt nach Nata fährt, passiert auf etwas zwei Drittel der
Strecke das Örtchen Gweta (S20°11,4 E025°15,9) südlich der Straße und gelangt nach
306 km nach Nata (S20°12,6 E026°10,3). Mehrere Tankstellen mit kleinen Shops und einigen
Übernachtungsmöglichkeiten. Die genauso eintönige Strecke von 305 km nach Kasane führt
einen dnach 200 km an Pandamatenga (S18°33,2 E025°37,6) vorbei bis zur Kreuzung kurz vor
Kasane, an der es geradeaus zu Fähre von Kazungula nach Zambia geht oder rechts ostwärts
nach Victoria Falls in Zimbabwe.
Stand
Juni 2001 |