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last update 18.10.2004
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Die Alpen -
so nah und doch so fremd! |
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Dieses Jahr stand im Zeichen der Alpen.
Erst fuhr Diedel mit seinem Landy einige Pässe (Bericht folgt bestimmt bald)
...
Hier ist er: |
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Kleine
Pässerundfahrt
Wer öfters über die Alpen fliegt und immer wieder dieses herrliche Panorama
genießen darf, welches fast mit dem Himalaya vergleichbar ist, der verspürt
fast zwanghaft die Lust, sich das Ganze mal von unten ansehen zu müssen.
Also plante ich Anfang Juni, wenn gerade bei den letzten Pässen die
Wintersperre aufgehoben wird, eine Bergtour mit dem Landy, auf dem Weg nach
Monte Carlo. Als Planungsgrundlage dienten vor allem der Denzel in
verschiedensten Ausführungen, wohl eine Kapazität unter den Alpenführern.
Ohne genaue Planung fuhr ich von Norden kommend erst mal Richtung Gotthard,
wobei es schon den kompletten Anfahrtstag regnete. Schon kurz vor der
Gotthardraststätte an der Autobahn die Meldung im Verkehrsfunk, daß der
Gotthardpaß aus Sicherheitsgründen gesperrt sei, die Schneefallgrenze sei
auf 1800m runtergekommen. |
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Auch auf den
Straßenzustandsschildern waren fast alle Pässe der Gegend auf rot, bis auf
den Furka. Also dachte ich an den. Aber auch den Gotthard hatte ich noch
nicht ganz aufgegeben. Doch hinter Hospental war dann eine geschlossene
Schranke, kein Durchkommen. Umgedreht und über Realp den Furkapaß hoch.
Dauerregen und oben Schnee, die Straße weiß. So ganz geheuer war mir nicht.
Kurzes "Gipfelerlebnis", dann ins Wallis runter, im Dauerregen, schon halb
dunkel, keine Menschenseele auf der Straße, auch in den Dörfern. In
Obergesteln dann doch ein erleuchtetes Gasthaus, und ich hielt an. Im
Vergleich zu allem drumherum sah es freundlich aus. Und es saßen sogar Leute
drin. Ich fühlte mich dann bei deftigem Essen, drei Bierchen und netter
Bedienung immer wohler und spielte sogar mit dem Gedanken, sich hier ein
Zimmer zu mieten. Aber ich hatte mir ja campen vorgenommen, und da hätte ein
Zimmer in einer Pension nicht so ganz dazu gepaßt. Ich fuhr den Landy noch
aus dem Dorf in die dunkle Nacht raus, bog in einen Feldweg ein und wickelte
mich in die Schlafsäcke hinten im Landybett ein. Momente lauschte ich noch
dem Prasseln der Regentropfen auf dem Dach, bevor der Tiefschlaf kam. Am
nächsten Morgen immer noch Dauerregen. Über Brig den Simplon hoch, denn ich
wollte ja nach Italien und der Simplon ja ganzjährig offen. Die Nordrampe
lag konstant in Wolken, nicht so, wie man sich es vorstellt. |
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Aber dann oben, auf dem Paß,
da rissen die Wolken schlagartig auf, blauer Himmel, glänzender Schnee, und
man bekommt gleich viel bessere Laune. Pause vor dem Hospitz, dann Abfahrt
durch die imposante Gondoschlucht bis nach Domodossola. Noch am selben Tag
kam ich nachmittags im Südwesten Italiens am Col de Tende südlich von Cuneo
an. Dieser Paß wurde in manchen Motorradführern als eine besondere Erfahrung
beschrieben. Der Einstieg von Norden her ist nicht ganz einfach zu finden.
Kurz vor dem Tunnel, in Sichtweite des Eingangs, zweigt ein kleines
Sträßchen rechts ab zu einem Skigebiet. Man folgt dem Weg bergauf bis zu den
ersten Liftstationen, ignoriert das Durchfahrtsverbot und folgt der
Asphaltspur. Das letzte Stück vor dem Paß ist dann Schotter, an zerfallenen
Häusern vorbei bis zu einem Fort aus Kriegszeiten. Herrliche Aussicht.
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Die Abfahrt auf der Südseite
hat es dann echt in sich. Sie besteht aus einem schmalen Feldweg, der sich
in unzähligen Kehren hinabschlängelt. In den unteren zwei Dritteln sind die
Kehren so eng, daß der Wendekreis des Landys nicht ausreichte und ich jedes
Mal zurücksetzen mußte. Während der ganzen Abfahrt begegneten mir nur zwei
Schäfer. Gegenverkehr wäre auch ein echtes Problem geworden.
Eine Woche später fand ich mich dann auf dem Rückweg vom Mittelmeer wieder
Richtung Norden fahrend im Tessin kurz vor dem Gotthard. Die Nacht direkt am
Lago Maggiore bei Luino, stahlblauer Himmel, lachende Sonne und lockende
Berge in der Ferne. Von Airolo aus suchte ich die alte Gotthard-Paßstraße
über das Val Tremola. Über eines der vielen schweizer Militärdepots fand ich
sie auch, natürlich mit Verbotsschildern versehen, aber ohne Schranke. Also
fuhr ich wieder auf gut Glück los. Man sah, daß sie nicht in Betrieb war,
denn an der Bergseite viel Geröll, Schneereste und abgebrochene Baumteile.
Plötzlich doch nach einer Kurve eine geschlossene Schranke. |
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Also wieder zurück und auf die
neue Gotthard-Paßstraße. Von der letzten großen Kehre konnte man herrlich
nach Westen ins Val Bedretto zum Nufenenpaß blicken, der jetzt auch offen
war und den ich mir für den späten Nachmittag vorgenommen hatte. Oben auf
dem Gotthard superviel Schnee. Meterhohe Wände neben der Straße. Am Hospitz
hatte das Restaurant die Terrasse offen, eine Würstchenbude grillte auf
offenem Feuer, und ich gönnte mir eine hochalpine Bratwurst zum Frühstück. "Gipfel"fotos
am alten Paßschild, und einmal sank ich mit meinen Timbis so tief in den
Schnee ein, die Schuhe steckenblieben und ich barfuß im Schnee stand. Machte
nichts, die Sonne knallte und es roch eher nach Sommer. Man hätte den ganzen
Tag hier oben bleiben können, und einige Camper standen auch am noch halb
zugefrorenen See unweit des Hospizes. Die Abfahrt nach Norden durchs Gams
ein Gedicht. Bergwiesen, Wasserfälle, Flüßchen, und überall die
schneebedeckten Gipfel drumherum. In Hospental bog ich dann zum Furkapaß ab.
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Von der Auffahrt hat man
wieder einen phantastischen Blick auf Andermatt und den Oberalppaß im
Hintergrund. Und auf der Westseite des Furka gibt's den "noch" gigantischen
Rhonegletscher, bei dem sich die 5 Franken für eine Besichtigung der
Eisgrotte lohnen. Ansonsten zeigte sich der Furka bei diesem herrlichen
Wetter fast genauso menschenleer wie eine Woche zuvor bei Schneegestöber.
Nur unten in Gletsch hatte schon die Terrasse des mondän wirkenden
Dorfhotels gedeckt, von wo man ebenfalls einen herrlichen Blick auf den
Rhonegletscher genießen kann. Von Gletsch geht's hoch zum Grimselpaß. Der
war nur vom Wallis aus zu befahren, nördlich der Paßhöhe war auch er
gesperrt, wegen Schneeverwehungen. So war mein Plan wieder runter ins Wallis
zu fahren, auf den Nufenenpaß hoch zum Nachmittagstee und dann die Rückfahrt
erst mal nach Süden über das Val Bedretto nach Airolo und dann durch den
Gotthardtunnel zurück nach Norden. Als ich dann aber gegen halb vier in
Ulrichen ankam und dei Nufenenauffahrt beginnen wollte, stand plötzlich ein
rotes Gesperrt-Schild am Straßenrand. |
Fand ich ja schon ziemlich
ungewöhnlich, denn heute morgen war er ja von der Südseite definitiv offen
gewesen. In der Dorftankstelle fragte ich nach und erfuhr, daß der Nufenen
momentan immer nachmittags von 15 bis 20 Uhr wegen Lawinengefahr vom Paß ab
Richtung Süden geschlossen ist. Und daß der Gotthardtunnel ebenfalls abends
ab 20 Uhr die Nacht durch wegen Bauarbeiten zu ist. Also hätte ich warten
müssen und dann nochmal über den Gotthard drüber. Noch unentschlossen fuhr
ich als einziges Auto hoch zur Hütte am Nufenenpaß, vorbei an
Straßenarbeitern, die mit gigantischen Schneefräsen die Straße frei machten.
Manchmal war ich mir sogar unsicher, ob ich nicht doch auf einer gesperrten
Straße fahre oder ein Warnschild übersehen hatte. Oben geniales
Gipfelpanorama. Über dem Finsteraarhorn braute sich ein gewaltiges Gewitter
zusammen, majestätischer Anblick und Höhepunkt der Tour. Und als die Sonne
dann hinter der Amboßwolke verschwand, war's Zeit für den Heimweg. Runter
ins Wallis, mit dem Autoverladezug durch den Furkabasistunnel nach Realp und
dann über die Gotthardstraße nach Göschenen zur Autobahn. Die einzige Frage,
die dann noch offen blieb: Wie lange wird's noch dauern, bis ich wieder Zeit
habe und die Runde andersherum fahren kann?
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Mit dem Mopped nach
Süd-frankreich |
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...und dann fuhr ein Teil der
SkateNam2003 - Crew fast 2500 km in den Alpen in 5 Tagen mit dem Motorrad.
Ein Bericht folgt, sobald die Routenbeschreibung vorliegt. |
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Fahrzeuge:
Unimog
Mogli´s Ende
Mogli´s 2. Frühling
Kühlersyndrom
Landy:
Serie
109
Defender 110
Skaten/ Sport:
Skaten 2002
Skaten 2003
Skaten 2004 neu!
Ehrmann-Extreme II neu!
Liegerad fahren
neu!
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